00:00:00: Herzlich willkommen zu einer Sonderfolge von Tala und Alar, den Podcast der Wirtschafts-Sinn und Ethik verbindet.
00:00:05: Wir sind zwar mitten in Hamburg bei der OMR aber mein Kollege Tobias Pusch heute leider nicht dabei.
00:00:11: Aber dafür wieder ein Gast!
00:00:12: Der André, herzlich Willkommen.
00:00:14: schön dass du da bist.
00:00:15: Ja, schön dabei sein zu dürfen.
00:00:17: Genau jeder der zuhört merkt wir stehen hier mitten bei der OMR der größten Digitalkonferenz Club Europas.
00:00:23: Schön, dass wir uns hier kennenlernen können.
00:00:25: Wir sind beim ERF eingeladen bei dem Stand.
00:00:27: Die haben ja diesmal einen Stand und sind mit einem großen Team da.
00:00:31: Also vielen Dank auch an das ERF, dass sie hier sein können!
00:00:34: Und stelle dich doch gerne mal kurz vor unseren Höhrenden wer du bist was du machst?
00:00:39: Ja gerne ich bin Andrében verheiratet habe drei Kinder und beruflich hab' ich eine Unternehmensberatung die heißt Ed Schapeinius.
00:00:49: Wir sind auf Personalorganisations- und Führungskräfteentwicklung spezialisiert, begleiten viele große bekannte Konzerne.
00:00:57: Viele kleine mittelständische Unternehmen.
00:00:59: Und haben zusätzlich noch eine gemeinnützige Firma gegründet die heißt Pineas & Friends wo wir gezielt Nonprofit Organisationen mit beraten.
00:01:09: Das können Umweltverbände aber auch Kirchen, Gemeinden christliche Organisation sein.
00:01:15: es ist sehr unterschiedlich.
00:01:16: Wir beschäftigen uns immer damit, wie wir zukunftsfähige Organisationen gestalten können.
00:01:22: Was würdest du sagen mit deiner Erfahrung?
00:01:23: Was sind so gerade die größten Spannungen und Herausforderungen, denen sich Organisationen gegenüberstehen?
00:01:30: Es sind vielfältige.
00:01:32: Also ein Spannungsfeld.
00:01:33: was wir gerade wahrnehmen ist Mensch und Maschine also wobei man maschinell Dinge effizient automatisiert gestalten aus Stichwort KI Versus, wo wir nach wie vor mit Menschen zu tun haben.
00:01:46: Mit Emotionen und persönlichen Begegnungen.
00:01:49: Wir nehmen Spannungsfelder wahr.
00:01:52: Zwischen auf der einen Seite suchen die Leute gerade nach Orientierung oder Sicherheit.
00:01:56: Und auf der anderen Seite nach Freiheit selbstbestimmung und Selbstorganisationen.
00:02:01: Wir sehen Spannungspelter in den Organisationen, dass wir auf der eine Seite bestehendes bewahren müssen weil es uns heute trägt auf der anderen Seite Innovationen benötigen und in der Zukunft Dinge machen müssen, von denen wir heute noch nicht wissen wie die aussehen.
00:02:14: Und so haben wir viele weitere Spannungsfelder in unterschiedlichen Dimensionen, die schwer zu balancieren sind gerade für viele Unternehmen.
00:02:22: Lass uns sie mal gerne durchgehen.
00:02:24: also KI machen wir gleich.
00:02:26: als zweites ist zwar grad so ein Mega-Hype aber mich würde interessieren dieses Thema das Spannungsheld ich nenne es zwischen Einheit und Vielfalt in Organisationen.
00:02:35: Das erlebe ich auch so wenn als Fractional-CMO irgendwo reinkomme und Kultur ist natürlich eine große Triebkraft oder eine Kraft von Marken.
00:02:45: Dann ist immer so diese Frage ja, wie kriegen wir denn eine Einheit hin ohne die Vielfalt zu verlieren?
00:02:53: Wie geht ihr daran?
00:02:56: Also es ist eher ein Pol, also ne Gemälinie auf der bei uns bewegen zwischen Einheit und Vielfald.
00:03:04: Wenn es zu einheitlich ist, fehlt uns die Vielfalt und wenn es zu vielfältig ist dann ist die Frage was verbindet uns eigentlich.
00:03:10: Und in unserer Erfahrung hilft es glaube ich diese Vielfald eher im Prinzipien abzubilden weniger in stumpfen Regeln sondern eher in gemeinsamen Verbindenden nicht nennst du mal Überschriften und die Vielfalte eher im Detail abzubilde je beispielsweise Unternehmensbereich oder Je-Thema.
00:03:33: Wenn es zu vielfältig ist, dann ist schwer gemeinsam was nach vorne zu bringen.
00:03:38: Das fällt auf der Seite runter.
00:03:41: Ja
00:03:42: ich erlebe das auch mal.
00:03:43: Man muss die Pole, wie du gerade gesagt hast eigentlich in dieser Spannung halten.
00:03:47: also so ein bisschen dass und von Tala unterlagen gewisserweise Einheit unviel Verhalt betonen.
00:03:52: Und was bei uns auch bei Talon Tarama vorkam, ist so das Thema das Ganze zu verstehen wie Paulos quasi den Leib Christi als Leib definiert.
00:04:01: Also auch dass Unternehmen kann als Körper gesehen werden der es einfach viele verschiedene Glieder hat und trotzdem... braucht es da dann eindeutig so ein gemeinsamen Geist oder etwas, was das Ganze verbindet?
00:04:12: Das machen wir im Markenbereich unter dem Purpose.
00:04:16: Ein Thema!
00:04:17: Ja und das ist glaube ich wichtig.
00:04:18: nochmal weil viele Organisationen gerade sehr stark sich mit Effizienz und Performance beschäftigen und viele sehr stark über Organisationsstruktur, über Prozesse usw.
00:04:30: kommen und überlegen wie kriegen wir auch Einheit Unterschiedlichkeit, Vielfalt in Organisationen abgebildet.
00:04:37: In Struktur krieg ich es nur bedingt abgebundet.
00:04:39: deswegen haben wir Abteilungen das ist immer ein Stück getrennt voneinander wo wir es wieder sehen was hilft?
00:04:44: Das schon in der prozessualen Zusammenarbeit also wenn uns Ablauforganisation und Wertschöpfung angucken da können auch wieder etwas Verbindes schaffen wo wir mehr Einheit haben Und auch wie wir Führung verstehen.
00:04:57: wie wollen wir Führen leben wie wollen führung organisieren hat was sehr verbinden ist.
00:05:02: Und die Klamme ist dann wieder Kultur, wo wir jetzt gerade waren was natürlich immens wichtig ist.
00:05:08: Was schon zunehmend auch erkannt wird glaube ich also nicht nur auf Markenebene und Brandebene sondern es ist ja eher eine Außen-Sondern auch in der Kultur.
00:05:17: Ja, das ist ein guter Punkt weil die besten Marken schaffen das natürlich aus Innen heraus zu leben.
00:05:23: Das sage ich auch immer man kann da jetzt schlecht von draußen etwas ranklatschen wenn's innen nicht auf Resonanz stößt und andersrum.
00:05:31: Das muss schon gut verzahnt sein.
00:05:33: Andere Spannungsfeld, was du aufgetan hast?
00:05:35: Ich meine das ist für jeden gerade omnipräsent, es ist das Thema Mensch und Maschine KI.
00:05:40: Was ist der Mensch noch im Zeitalter der KI?
00:05:44: Wie triffst Du da aktuell Organisationen an?
00:05:47: sind da viele schon total Frontrunner voll mit dabei Erlebst?
00:05:51: so viel Widerstände jetzt schon gegen die Maschinen Herrschaft.
00:05:54: wie ist die Situation?
00:05:56: Ja, ich würde sagen auch das sind spannungsfältig.
00:05:58: Ich glaube es wird in der Presse oder auch in den Medien viel mehr darüber geredet als in der Praxis umgesetzt wird, zumindest in der Vielfältigkeit.
00:06:11: was ich sehe ist natürlich viele Organisationen irgendwie Piloten am laufenden Abend Dinge ausprobieren irgendwelche Co-Pilot Lizenzen für alle kaufen und ich glaube das ist mittlerweile einigermaßen normal geworden.
00:06:24: aber eine Skalierung Wie wollen wir wirklich KI in der Organisation nutzen?
00:06:30: Wo macht es Sinn, wo sind konkrete Use Cases?
00:06:33: Da ist noch nicht so viel passiert in meiner Wahrnehmung.
00:06:36: Da sind wir immer noch fähnismäßig am Anfang.
00:06:38: Da gibt's kleine Unternehmen die schon sehr krass als Frontrunner unterwegs sind aber acht zu neunzehn Prozent der Unternehmen sich noch nicht annähernd in der Tiefe damit beschäftigt haben.
00:06:49: und was ich sehe ist schon dass ein gewisser Druck da ist von den Organisationen effizienter zu werden, maschineller zu werden.
00:06:58: Zu automatisieren einfach aufgrund der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen die gerade da sind.
00:07:02: und auf der anderen Seite ist aber eine große Sehnsucht auch einer menschlicher Begegnung darin.
00:07:06: ich glaube deswegen es ist gar nicht ein entweder oder sondern sowohl als auch Wir sehen das gerade dass sich lohnt wirklich die Organisationsprozesse anzuschauen und anzugucken.
00:07:15: wo wollen man Menschen?
00:07:16: Wo wollen Maschine?
00:07:17: Und wo wollen auch Kundinnen und Kunden mit Menschen mit Maschinen interagieren.
00:07:20: wenn ich nur eine Information haben will zu irgendwas dann reicht mir auch ein Chatbot.
00:07:24: Wenn ich aber irgendwas wie eine Vertrauensebene haben will oder irgendeine andere Reaktion, dann sehen wir es ist schon deutlich schwieriger.
00:07:32: Das funktioniert auch in Teilen immer mehr mit Bots Aber da wird schon anders abgewogen und anders entschieden.
00:07:38: Ja also es gibt ja auch nicht wenige die sagen dass wir zu einer Renaissance in gewisser Weise des menschlichen wieder führen.
00:07:44: Also es gibt natürlich das Drohbild.
00:07:46: Wir werden alle ersetzt Und am Ende arbeiten Agenden, KI-Agenten mit KI-Agenten und so weiter und sofort zusammen Und gleichzeitig genau das, was du sagst.
00:07:56: Die menschliche Sehnsucht nach Sinn kann nicht von einer Maschine in dem Sinne erfüllt werden.
00:08:01: Was glaubst du so zu dem Thema?
00:08:03: Wir sind ja hier beim ERF den Sinn-Sender, passt auch gut zur Wirtschaftssinn und Ethik verbinden.
00:08:08: Was ist Sinn für eine Ressource oder Größenordnung Weichenstellung für Organisationen?
00:08:15: Naja, Sinn oder auch das Bedürfnis im Beitrag zum Leistungs für die Menschen, der etwas übergeordnet ist... Ein Riesentreiber, mich zu bewegen und ein Motivator um Dinge zu tun.
00:08:28: Das ist ein menschliches Bedürfnis.
00:08:30: Ich hätte zum Punkt davor von dir gesagt, jeder Trend hat einen Gegentrend.
00:08:35: Ich glaube KI wird einfach ein Riesentrend bleiben.
00:08:38: Und ein Gegentrennt würde sicherlich alles menschliche, achtsame, resiliente usw.
00:08:44: sein.
00:08:44: Sinnstiftende, sinngebende sein.
00:08:48: hoch existieren und sich auch wahrscheinlich gegenseitig befruchten.
00:08:52: Es wird gar nicht im Wettbewerb sein.
00:08:54: Ja,
00:08:54: es könnte ja auch dazu führen dass das für Menschen der Sinn nochmal neu positiv in Frage gestellt wird weil wir einfach ich sage mal alles was wiederholend ist, was sehr technisch ist, nicht mehr machen müssen, weil das die Maschinen übernehmen.
00:09:08: Kann das nicht auch so eine Befreiung dann noch einmal geben?
00:09:11: Weiß ich nicht, kann mir auch das Gegenläufige vorstellen.
00:09:13: Das ist völlig abstumpft und eher zur Sinnkrise und Sinnlosigkeit führt.
00:09:18: also ich glaube dass es da auch beide Ausprägungen gibt zu sagen geil jetzt habe ich die Freiheit jetzt kann ich Dinge tun gestalten um was Sinnhaftes tun kann mir aber gut vorstellen dass das zu Sinn Krisen führt und sagt also zu Identitätskrisen wofür braucht's mich noch?
00:09:33: Was kann ihn dann machen usw.
00:09:35: Also ich glaub da wirds auch unterschiedliche Ausprägung geben.
00:09:38: Was würdest du als Organisationsexperte darauf sagen, dass viele Menschen gerade in größeren Organisationen die Strukturen und das organisatorische Bürokratische irgendwie als sinnlos erleben?
00:09:51: Sinn entleert.
00:09:53: Naja weil sie den Nutzen häufig nicht erkennen.
00:09:56: Es gibt Dinge, die sind einfach auch sinnlos.
00:09:58: es gibt aber Dinge die brauchen eine Organisation aber viel mitarbeiten ist sinnlos, weil Sie den nutzen und den Sinn nicht verstehen.
00:10:05: Ich glaube, dass Vieles nicht gut vermittelt wird und dass wir in Zukunft viel stärker darauf gucken müssen.
00:10:12: Wir nennen das immer Amsystemarbeiten, dass wir so eine Art Frühjahrsputz machen um mal gucken was brauchen wir denn wirklich nur an Prozessen?
00:10:20: An Meetings?
00:10:21: An Tools
00:10:22: usw.,
00:10:22: Was können wir rausnehmen um Dinge leichter und einfacher zu machen?
00:10:26: Da erleben wir fühlen sich die Leute schon häufig sehr ohnmächtig und überfordert weil sie sagen wozu grauen wir?
00:10:30: das ganze?
00:10:31: das muss ich ausfüllen das muss mich freigeben lassen usw.
00:10:34: Ich glaube da kann man schon vieles schlanker gestalten KI ein großer Einflussfaktor sein wird, weil da vieles automatisiert werden kann in Entscheidungsfindungsprozessen und so weiter.
00:10:44: Ob das deswegen dann gleich als sinnvoller erlebt wird?
00:10:47: Bezweifle ich!
00:10:48: Weil dadurch ja vieles maschinell stattfindet wurden noch weniger klar wird warum wir so eine Entscheidung getroffen wird.
00:10:54: also ob es dann immer als Sinn betrachtet wird mag ich bezweifeln.
00:10:58: Was glaubst du denn sind die großen Ressourcen und Themen neben den Spannungen die jetzt für Organisationen wichtig werden dass man die entweder neu entdeckt oder wiederentdeckt.
00:11:11: Ich glaube den Kunden, ich glaube dass wir momentan immer noch zu viele Organisationen haben die sich mit sich selber beschäftigen.
00:11:19: Wir haben einfach ein wahnsinnig komplexes Umfeld, Dinge ändern sich ganz viel und die meisten Organisationen denken immer noch von sich zu anderen und nicht von anderen zu sich und ich glaube diese Auszeit in Perspektive von außen hin zu gucken, diese Ressource die aus meiner Sicht viel zu wenig genutzt wird gerade
00:11:36: Ja, das stimme ich zu.
00:11:37: Ich spreche da mal gerne so von beziehungsorientiert also auch gerade Marketing als Beziehungsgeschehen zu verstehen.
00:11:43: und wenn du sagst den Kunden mehr in den Blick zu nehmen es gibt eine Organisation die sind so am Kunden oder auf dem Kunden orientiert dass der quasi wenn man so will zum Turan wird der ganzen Organisation.
00:11:53: wo ich dann auch immer sage ja Es muss schon ein Wechselspiel sein weil Man kann sich ja nicht die ganze Zeit selbst auflösen nur um den Kunden zufrieden zu machen Das spürt der Kunde dann irgendwann auch wie einer guten Beziehung.
00:12:05: Gibt es weitere Sachen, wo du sagst die sind jetzt die Goldnagels für Organisationen?
00:12:11: Die sich auf dem Weg machen in glorreiche Zukunft.
00:12:16: Ich glaube das ein Erfolgsfaktor sein wird den Menschen mehr Raum zu geben an der Organisation zu arbeiten.
00:12:24: also ich glaube dass die Ressource selbst häufig in den Organisation selber drin steckt aber die Menschen nicht das Gefühl haben ihr Potenzial, ihre Fähigkeiten, ihre Skills wirklich einsetzen und nutzen zu können.
00:12:36: Sondern er wird viel zurückgezogen, viel Ohren macht, viele Überforderungen empfunden Und das erlebe ich in der gesellschaftlichen Situation auch.
00:12:44: Wir sehen uns... Das ist gleich was wir in einem Unternehmen haben an meiner Gesellschaft auch.
00:12:49: Braune Transformationen müssen den Leuten mehr Verantwortung geben um mitgestalten zu dürfen In dem Raum und die Zeit zu gehen.
00:12:55: Die Ressourcen sind da, die Frage ist wie wir sie nutzen und nutzbar machen.
00:12:59: Das ist ein spannender Punkt mit dem gesellschaftlichen Thema.
00:13:02: Hat man sich dazu sehr die letzten Jahrzehnte in so eine Komfortzone begeben, die einem am Ende sogar eigentlich diese Würde des Gestaltens nimmt?
00:13:11: Ja aber die Menschen wollten es den Teilen ja auch!
00:13:14: Sie haben
00:13:14: sich das selbst so gestaltet...
00:13:15: Wenn sie sechzehn Jahre die gleiche Kanzlerin wählen entspricht er jetzt eher für Kontinuität und nicht einer Sehnsucht nach Abwechslung und Veränderungen und sich dann hinterher zu beschweren.
00:13:25: Da leben wir in der Demokratie, da haben sich viele für entschieden sozusagen einen bestimmten Weg zu gehen und das ist ja immer sehr bequem.
00:13:33: Sich zurückzuziehen auf andere zu gucken und zu sagen man müsste mal oder warum hat man nicht?
00:13:38: usw.
00:13:39: versus selber Verantwortung zu übernehmen?
00:13:41: Und ich glaube auch das ist ein Spannungsfeld was wir aushalten müssen und da würde ich mir gesellschaftlich schon wünschen dass wieder mehr Verantwortung übernommen wird und das sehe ich als ein großes volkswirtschaftliches Risiko momentan dass sie die Bereitschaft Verantwortung zu übernehmen, egal ob in Ehrenabend oder Unternehmen.
00:14:00: Oder wo auch immer in der Politik sowieso so drastisch zurückgeht?
00:14:04: Ja ich glaube oft auch aus diesem Gefühl heraus was du kurz schon beschrieben hast dieser Ohnmacht dieses es bringt ja eh nichts.
00:14:09: und die anderen die da oben das System wäre auch immer das ist so deterministisch das ist vorherbestimmt.
00:14:18: oder ist es so langsam zu ändern?
00:14:19: also lasse ich's ganz bleiben
00:14:22: Ja, aber es sagen ja alle Beteiligten im System.
00:14:23: Das ist ja das Problem.
00:14:25: Genau!
00:14:26: Es braucht also einen neuen Narrativ wahrscheinlich und eine neue Form des Möglichmachens trotz dieser Widerstände wirklich wieder in Gestaltungskraft zu kommen?
00:14:37: Nicht nur aus meiner Sicht Narratives, sondern vor allem auch Räumen und Möglichkeiten.
00:14:43: Da haben wir nicht viele von oder die Leute sehen ihn nicht.
00:14:45: Und da reicht den das nicht, alle paar Jahre in Kreuzhoffen-Wahlzettel zu machen, jetzt werden wir auf der gesellschaftlichen Ebene bleiben.
00:14:52: Sondern wo kann ich mich dann einbringen?
00:14:54: Wo es gewünscht und wo habe ich das Gefühl von Selbstwirksamkeit, dass das was bringt.
00:14:59: Und das müssen wir wieder anders gestalten.
00:15:02: Ja guter Punkt!
00:15:03: Ein Thema der sehr immer aufkommt ist ja so eine Art Eskapismus dann oder auch so eine Rückbesinnung ins private, so ein bisschen der Biedermeierinstinkt den erleben werden gerade auch wenn wir das jetzt nochmal aufs Management zurückdrehen.
00:15:16: dort erleben wir ja auch gerade in dem Bereich wo Führung passiert also im Nahbereich eins zu eins oder eins zur Team und so weiter unterwegs bin.
00:15:25: Wenn ich da in so Konstellation komme, dass ich merke, ich kriege da keine Dynamik ins Team oder das Team nimmt keine Dynamika auf?
00:15:34: Wen würdest du da adressieren?
00:15:36: die Führungskräfte, wie gestaltet ihr solche Prozesse, dass sie wieder gemeinsam eine Richtung ziehen an einem Strang ziehen?
00:15:44: Naja, in erster Linie würde ich erstmal der Team fragen weil es ja Gründe dafür gibt und die Treiber sind unterschiedliche Bedürfnisse Und momentan erleben wir, dass ein großes Bedürfnis Sicherheit ist.
00:15:58: Gerade in so einer dynamisch veränderungsintensiven Welt momentan führt Sicherheit zu Gewohnheiten und zu wiederholbaren Abläufen aber führt nicht unbedingt zur Veränderung, zur Abenteuerlust usw.. Jetzt ist es nicht per se so das Menschen kein Bock auf Veränderungen haben Aber die haben viel häufiger Angst vor Verlust Und deswegen brauchen wir eher wieder Lösungen dafür, auch in den Situationen mit den Teams zu gucken was wir alle gewinnen können welche Nutzen wir davon haben und was es auch an psychologische Absicherung und Grundlage braucht um wieder anders Risiken eingehen zu können.
00:16:32: Es ist schon viel was Führungskräfte und Teams momentan ertragen und aushalten müssen.
00:16:36: damit müssen wir lernen mit Umzugehen.
00:16:38: das wird sich in den nächsten Jahren nicht ändern sondern das wird eher noch krasser werden die Fähigkeit sich selber zu führen, sich selbst zu organisieren eine eigene Resilienz und Umgang mit Veränderung zu entwickeln.
00:16:51: Eine wichtige Fähigkeit wird um die Geschwindigkeit und diese Überforderungen die da ist überhaupt aufzulösen.
00:16:56: das würde sonst kein gutes Ende nehmen.
00:16:58: Ja was macht ihr wenn wir zum Ende ein gutes Stichwort kommen?
00:17:02: Was macht dir zum einen Hoffnung?
00:17:04: ich sag mal für die deutsche Wirtschaft wo siehst du so Lichtblicke dass genau das passiert was du gerade skizziert hast also dass solche Umstände genutzt werden, um einfach auch an sich selber und an den Unternehmen positiv zu arbeiten zu gestalten.
00:17:19: Was macht dir der Hoffnung aktuell?
00:17:22: Also das was mir Hoffnung macht es gibt schon Vorreiter und Beispiele die schon Dinge anders machen.
00:17:31: ich sehe aber auch mit Sorge da drauf.
00:17:34: deswegen mich mit Hoffnung momentan etwas zurückhalten.
00:17:37: dazu gegebenermaßen Wenn ich aus Change-Perspektive draufgucke, würde ich sagen wir leben gerade schon in der Zeit.
00:17:44: Wenn uns wird erst schlechter werden müssen bevor es besser wird und da sind wir noch nicht
00:17:49: so
00:17:50: aufgestellt dass wenn im Punkt sind ist wirklich eine Veränderungsdynamik gerade reinkommt.
00:17:55: deswegen ist meine Hypothese sorry wenn das jetzt nicht zuversichtlich klingt Es wird erst schlecht werden müssten bevor es wieder besser wird.
00:18:03: Das
00:18:03: heißt aus deiner Sicht sind wir nicht vor Ostern sondern vor Weihnachten sogar.
00:18:07: Es braucht erst noch Erlösungsboten.
00:18:10: Nein, du das so formulieren willst?
00:18:12: Ja!
00:18:12: Du hast ja selber zumindest persönlichen christlichen Background.
00:18:15: wie weit beeinflusst der deine Sicht auf Organisation und auf Arbeit?
00:18:22: Ganz einfach im Menschenbild also wie ich auf Menschen auf Organisation gucke.
00:18:26: Die Organisation hat einen normal fallen wirtschaftlichem Zweck und sie hat aber auch ein Zweck Menschen zu dienen entweder Kundinnen und Kunden und Nutzen zu schaffen oder an den Mitarbeitenden selber.
00:18:37: Und da gucke ich schon mit einem gewissen Wertesystem drauf, wie wir mit Menschen umgehen.
00:18:42: Was wäre das so?
00:18:43: Wenn das kurz skizziert aus deiner Sicht ist mein christliche Werte sind ja gerne oder werden schnell im Mund genommen aber kann man natürlich auch sehr unterschiedlich darauf schauen.
00:18:51: was ist aus deinersicht?
00:18:53: Ja dann ist natürlich in der Tarnis schwerwiegende Frage.
00:18:56: Ich glaube dass es erstmal wichtig ist die menschen zu anzunehmen wie sie sind und Respekt voll mit denen umzugehen, egal bei welchen Entscheidungen und wie schwerwiegend die sind.
00:19:08: Und ich glaube wenn wir da anständig miteinander umgehen menschlich miteinander umgehend im Sinne von Respekt Offenheit Klarheit auch dann ist schon viel geholfen.
00:19:22: Ja vielen Dank für die Einblicke in die deutschen Organisation.
00:19:26: dieser Welt hätte ich jetzt was gesagt.
00:19:28: aber ja Ich bin ja eher der Typ Optimist, aber ich stimme dir zu.
00:19:33: Manchmal muss es erst dunkel werden und damit's wieder hell wird ne?
00:19:38: Ja das finde ich ist optimistisch da dran.
00:19:41: Das heißt... Die Geschichte ist ja nicht zu Ende, wenn es nach unten geht.
00:19:44: Es ist dann zu Ende ,wenn's wir nach oben gegangen sind.
00:19:46: Aber die Muster müssen auch erkennen und annehmen.
00:19:48: Und ich glaube Dinge schönreden, die nicht schön sind.
00:19:51: Ich
00:19:51: glaube das führt... Genau!
00:19:53: Das führt auch nach unten.
00:19:54: Also dass das Ebene den Weg nach unten, wenn man es nicht klar anspricht.
00:19:57: Wir müssen einfach sehen, es gibt halt Frühlings-Sommerherbst und Winter und gerade eher Winter.
00:20:02: aber der Gute ist, nach dem Winter kommt halt auch wieder Frühling.
00:20:04: Ja gut, wenn wir nicht im Herbst sind schon im Winter, dann haben wir es ja bald geschafft.
00:20:10: Vielen
00:20:10: Dank!
00:20:10: Wie lange geht?
00:20:11: Genau, vielen Dank fürs Gespräch.
00:20:12: Vielen Dank dir noch.
00:20:13: alles Gute hier auf der OMR!
00:20:14: Danke dir auch, ciao.